Wann macht die zusätzliche Einnahme von Magnesiumpräparaten Sinn?

Normalerweise wird der Tagesbedarf an Magnesium über die Ernährung gedeckt. Bei manchen Personen oder in bestimmten Lebenssituationen besteht aber ein erhöhter Bedarf:

Bei sportlich aktiven Personen: Während eines intensiven Trainings verliert der Körper über den Schweiss und über die Nieren (Urin) viel Magnesium. Da aber Magnesium für den Energiestoffwechsel wichtig ist, sollten gerade Sportler auf eine ausreichende Zufuhr achten.

Bei Schwangeren und Stillenden: In der Schwangerschaft und in der Stillzeit ist der Magnesiumbedarf erhöht.
  • Während der Schwangerschaft wird Magnesium wegen hormonellen Veränderungen vermehrt über den Urin ausgeschieden. Das ungeborene Kind muss aber gleichzeitig mitversorgt werden, was den Bedarf zusätzlich erhöht.
  • In der Stillzeit geben Mütter einen Teil des aufgenommenen Magnesiums über die Milch an ihr Kind weiter. Sie müssen also mehr Magnesium aufnehmen, um den gemeinsamen Bedarf zu decken.

In Stresssituationen: Magnesium wirkt entspannend und hilft, innere Unruhe, Müdigkeit und psychische Belastung zu reduzieren.

Während Diäten und Fastenkuren sowie bei einseitiger Ernährung: Durch die reduzierte Zufuhr an wertvollen Nährstoffen kann der Tagesbedarf an Magnesium oft nicht mehr gedeckt werden.

Während der Einnahme von Arzneimitteln, welche die Magnesiumausscheidung erhöhen können (z.B. Diuretika, Antibiotika, Herzglykoside, Zytostatika, Antimykotika, Immunsuppressiva).

Bei älteren Menschen: Ältere Menschen nehmen meist weniger Nahrung ein, der Magnesiumbedarf bleibt jedoch auch im Alter unverändert.